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Das neue Tor zur Stadt entsteht

Bisher war es Vision und befand sich noch im Planungsstatus, jetzt werden die Veränderungen im Stadtbild rund um den Döppersberg immer sichtbarer. Zahlreiche bauliche Vorabmaßnahmen sind bereits umgesetzt, bald wächst die Baustelle, und in einigen Jahren ist der neue Döppersberg Realität.

Es mag kaum vorstellbar sein, dass der heutige Hauptbahnhof – wie vor dem Krieg – einmal wieder als zentraler Bestandteil der Elberfelder Innenstadt wahrgenommen wird. Wo Passanten früher noch in der Unterführung am Schwebebahnhof verschwanden, heute die große Baustelle ist und das Gefühl von City am Schwebebahnhof endet, werden künftig Geschäfte und Restaurants die Fußgänger der Poststraße oberirdisch bis zum Bahnhof begleiten. Als lebendiger und attraktiver Teil der Innenstadt, so soll sich der Döppersberg präsentieren.

Der Fußgängertunnel ist bereits abgerissen und die B7 tiefergelegt. Eine oberirdischer Fußgänger- und Geschäftsbrücke über der B7 stellt künftig die direkte Fußgängerverbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof, wie sie bis vor dem Krieg existierte, wieder her. So wird die City von der Fußgängerzone an der Alten Freiheit bis zum Hauptbahnhof erweitert und die unverstellte Blickachse auf das historische Bahnhofsgebäude wieder geöffnet.

Bereits heute ist zu sehen, wie repräsentativ sich das aus dem Jahr 1848 stammende Gebäude ohne den Flachdachanbau der 60er Jahre darstellt. Die Sandsteinfassade des denkmalgeschützten Gebäudes wird in den oberen Etagen wiederhergestellt. Das Erdgeschoss wird aufgrund der irreparablen konstruktiven Veränderungen in Gliederung und Material den klassizistischen Entwürfen nachempfunden.

Innenstadt mit Blick auf den Bahnhof
Innenstadt mit Blick auf den Bahnhof

Auf zwei Ebenen werden die Passanten den neuen Bahnhof künftig erleben. Der obere Platz lädt mit Cafés und Gastronomie zum Verweilen und Erleben ein. Er verbindet auf gleicher Ebene den Busbahnhof, die Gleisebene und den Haupteingang der Bundesbahndirektion. Der untere Platz ist von Läden und dem neuen Geschäftshaus umgeben. Er liegt unterhalb des historischen Bahnhofs und führt ebenerdig durch die Mall der Bahnhofshalle zu den Gleisen. Hier werden diverse Geschäfte für den Reisebedarf und das DB-Reisezentrum untergebracht.

Die Barrierefreiheit hat bei den Planungen zum neuen Döppersberg eine zentrale Rolle gespielt. So ist der Bahnhof barrierefrei von der Poststraße über die Geschäftsbrücke und den unteren Platz zu erreichen. Dort werden die Besucher dann zu den Gleisen, zum Parkdeck und zum neuen Busbahnhof über Treppen, Rampen und Aufzüge geleitet.

Mit dem neu und modern ausgestatteten Busbahnhof erhält der Döppersberg sein eigentliches verkehrstechnisches Highlight. Hier werden die Umsteigesituationen von Bus zu Bus sowie von Bus zu Bahn komfortabel, übersichtlich und mit kurzen Wegen organisiert. Die Wartezonen sind geschützt und führen über Aufzüge direkt zur Mall des Bahnhofs und von dort zur Schwebebahn.

Die Erreichbarkeit der Innenstadt wird durch die neuen Parkplätze am Hauptbahnhof deutlich gesteigert. Auf zwei Ebenen sind rund 250 Parkplätze im Parkhaus unter dem Busbahnhof und 150 Stellplätze unter dem neuen Geschäftshaus geplant. Von dort gelangt man über Treppen und Aufzüge bequem in den Bahnhof sowie zu den Gleisen oder in die Innenstadt. Desweiteren sind kostenlose Kiss&Ride Parkplätze (für kurzzeitiges Halten) vorgesehen.

Durch die Tieferlegung der B7 wird der Verkehr auf der vielbefahrenen Straße im Stadtbild in Zukunft nicht mehr so dominant wahrgenommen. Indem die Straßen Döppersberg (am Brausenwerth) und Bahnhofstraße (in Höhe Wall) direkt auf die Bundesallee führen, ergibt sich eine leistungsfähigere Neuaufteilung der Verkehrsräume. Die Nutzer der öffentlichen Nahverkehrsmittel können sich auf einen sicheren und modernen Busbahnhof freuen, die Autofahrer auf deutlich mehr Parkplätze und eine bessere Verkehrsabwicklung, die Passanten auf sichere und barrierefreie Fußwege, die Bürgerinnen und Bürger auf ein neues Tor zur Stadt – und alle Gäste auf ein schönes und modernes Wuppertal!

Bildnachweis: © Stadt Wuppertal